Tagesgeldkonto - “Trendprodukt” am Anlagemarkt

Jan 7th, 2009 | By david | Category: Allgemein

Tagesgeldkonten sind Einlagenprodukte im Privatkundengeschäft bei Banken. Das
relativ junge Produkt erlebt seit einigen Jahren einen wahren Boom. Immer mehr
Anleger möchten eine verhältnismäßig hohe Rendite mit den geringen Risiken und
der hohen Flexibilität von Tagesgeldkonten verbinden. Viele Bankkunden schichten
ihre Einlagen von Sparbüchern auf Tagesgeldkonten um.

Die angelegten Beträge sind täglich fällig, sodass theoretisch jederzeit über den kompletten Betrag oder einen Teil der angelegten Summe verfügt werden kann. Die Verzinsung der Einlagen erfolgt variabel. Das bedeutet, dass die Bank berechtigt ist, den Guthabenzins jederzeit zu verändern. Besonders dann, wenn sich die allgemeinen Marktzinsen ändern, machen Banken von dieser Möglichkeit Gebrauch. Neben den Marktzinsen sorgt aber auch der Wettbewerb für eine Veränderung der Zinssätze. Der starke Konkurrenz der Banken in Deutschland hat beispielsweise dazu geführt, dass zuletzt Zinsen von über 5 % erzielt werden konnten.

Tagesgelder punkten darüber hinaus mit einer transparenten Kostenstruktur. Gebühren fallen bei den wenigsten Anbietern an. IN der Regel werden nämlich keine KOntoführungs- und Überweisungsgebühren verlangt. Sogar die Zusendung von Kontoauszügen erfolgt vielfach ohne Entgelt.

Beim Vergleichen von Tagesgeldkonten sollte neben den Zinsen auch auf eventuelle Kosten und die Häufigkeit der Abrechnungsperioden geachtet werden. Verschiedene Anbieter stellen regelmäßig Vergleiche auf. SO finden sich in Tageszeitungen oder auf Internetseiten sehr aktuelle Angebotsvergleiche. Häufig erfahren interessierte Anleger schon hier, ob Nebenkosten anfallen. Außerdem kann sofort differenziert werden, welcher Anbieter die Zinsen monatlich, vierteljährlich oder nur jährlich gutschreibt. Dabei sollte bedacht werden, dass die Rendite durch den Zinseszinseffekt besonders hoch ausfällt, wenn die Zinsen monatlich gutgeschrieben werden.

So verlockend die renditestärksten Angebote auch sein können, auf eine penible Prüfung der Einlagensicherung sollte, gerade bei Einlagenprodukten wie Tagesgeldern, in keinem Fall verzichtet werden. Einige Institute aus dem benachbarten Ausland locken zwar mit besonders guten Renditeaussichten, haben ihre Angebote aber nur mit einer unzureichenden Einlagensicherung versehen.

Solche Angebote sollten dann gemieden werden, wenn das zu veranlagende Kapital die gesetzliche Einlagensicherung übersteigt. Diese liegt meist bei 20.000 Euro. In Deutschland ansässige Banken sind ebenfalls über einen staatlichen Einlagensicherungsfonds abgesichert. Darüberhinaus sind die meisten Institute Mitglied im Einlagensicherungsfonds der Banken, wodurch die Einlagen oft in beinahe unbegrenzter Höhe gedeckt sind. Außerdem besteht ein Versprechen der Bundeskanzlerin, dass die Bundesregierung im Falle einer Bankenpleite die Sicherheit der Einlagen in unbegrenzter Höhe garantiert. Damit sind Tagesgelder mit der Sicherheit von Bundesanleihen vergleichbar, bieten aber eine höhere Rendite und somit eine interessante Alternative zu diesen.

Vor dem Hintergrund sich abschwächender Marktzinsen, sollte allerdings bedacht werden, dass die Renditen der Tages- und Festgeld Angebote für Neukunden kurzfristig sinken können, wie zuletzt beim Norisbank Topzinskonto (von 4,75% auf 3,75%) der Fall gewesen ist. Andere Angebote, wie beispielsweise tadas Festgeldkonto der Mercedes Benz Bank, sind im Zinssatz allerdings sogar gestiegen.

Bereits in der Vergangenheit haben die meisten Banken fallende Zinsen sehr schnell an die Kunden weitergegeben. Wer sich die aktuellen Zinsen sichern will, sollte über den Abschluss eines Festgeldes nachdenken. Hier ist der Zinssatz nämlich über die gesamte Laufzeit garantiert und unveränderlich. Allerdings können Festgelder nur unter bestimmten Umständen vorzeitig verfügt werden. Weitere unabhängige Informationen zu den jeweiligen Produkten erhalten Sie z.B. hier.

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